Tips & Tricks

In loser Reihenfolge wollen wir hier Tips und Tricks zeigen , wie man seine eigenen Modelle verbessern kann.

Wenn Ihr auch einige Tips und Tricks habt, könnt Ihr sie uns bitte per Mail schicken und dann werden diese hier veröffentlicht.

Geplant sind unter anderem aufgringen von Decals, richtige Bemahlung und welcher Fehler auftreten können, verfeinern (supern) von den Modellen, richtiges Werkzeug und viele weiter Sachen. (tl & al)

Übersicht

  1. Gravieren von Oberflächen
  2. Lackierung mit der Airbrush
  3. Bearbeiten von Resin
  4. Verarbeiten von Friul Ketten
  5. Acrylfarben frisch halten

Gravieren von Oberflächen

Zum gravieren, also neuanfertigen von Gravuren, benötigen wir als erstes einmal das richtige Werkzeug. Bei dem Online Versand RaiRo (hier der Link) bestellen wir uns die Modellier- und Gravurinstrumente.

So, nun brauchen wir noch ein entsprechendes Modell. Mir viel dabei ein Space Shuttle ( Maßstab 1:72 von Monogram) in die Hände. Leider fehlen bei diesem Bausatz sämtlich Kacheln(!), die für ein Shuttle ja so typisch sind. Die Kachelstruktur stellt uns freundlicher weise die NASA auf ihrer Homepage zur Verfügung. Nun aber ran an die Gravuren. ;o)

Von einem Stahlmaßband wird ein Stück, ca. 20 cm, abgeschnitten (Bild 1 - 3). Wir legen dieses Stahlmaßband nun auf die Oberfläche des Shuttles und drücken es ganz fest an, nehmen eine Gravurnadel (Bild 1 - 1 o. 2) und ziehen gleichmäßig, mit nicht allzu starkem Druck, über die Plastikoberfläche. Welche Gravurnadel wir benutzen, entscheidet jeder für sich. Beim ziehen über die Oberfläche des Modells aber immer schön vorsichtig sein, sonst zieht man zu weit, oder verschiebt das Stahlmaßband, und das sieht dann nicht mehr besonders gut aus.(al)

Bilder

Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Bild 6

Lackierung mit der Airbrush

Shading

Shading: Schattieren - dabei werden bestimmte Flächen am Modell betont

Man unterscheidet zwischen Pre- oder Postshading.
Preshading = Vorschattieren, Postshading = Nachschattieren.

Postshading

Um dem Modell ein natürliches Aussehen zu geben, verwenden einige Modellbauer diese beiden Varianten. Anhand des T-55TK zeige ich die Postshading Variante.
Für das Modell habe ich Tamiya Farben verwendet(XF-57, XF-61, XF-63) [Bild 1].
Um beim eigendlichen Lackieren eine gleichmäßige Oberfläche zu erhtitleen, wird das Modell zuerst grundiert, da bei diesem Modell verschiedene Materialen verwendet wurden(Resin, Plastikprofile, Kupferdraht, Ätzteile) [Bild 2 + Bild 3].
Dann erfolgt der Auftrag des Grundlackes. Nachdem alles schön getrocknet ist, wird die Grundfarbe mit ein wenig XF-57 aufgehellt. Dieser Farbmix wurde nun auf die Flächen gesprüht, die sozusagen auf einer Ebene liegen(tiefere Stellen). Dann habe ich die Grundfarbe mit XF-63 abgedunkelt. Diese Farbe wurde nun auf Stellen gesprüht, die Kanten und Erhöhungen darstellen. Nun ist dieser Farbauftrag am Modell natürlich etwas zu übertrieben, so dass ich aus der Grundfarbe eine Lasur, also stark verdünnt, hergestellt habe. Diese Lasur wird nun über das gesammte Modell gesprüht, um die Farbverläufe vom hellen ins dunkel noch zu "brechen" und damit dem Lack eine natürliche und verwitterete Oberfläche zu geben [Bild 4 + Bild 5].
Bei dieser Methode des Shadings sollte man allerdings sehr gefühlvoll vorgehen, da hier "weniger oft mehr" ist.

Preshading

Anhand des BMP 1 SP2 wird jetzt die Preshading Methode gezeigt.
Zuerst wird das Modell Grundiert, hier XF-21 Skygrey [Bild 6]. Nun erfolgt das Preshading. Dazu wird dunkle bis schwarze Farbe(hier XF-63 Germangrey) in die Airbrush gefüllt und Markante Stellen am Modell, wie zB. Ecken, Kanten, Blechstöße, Platten usw. besprüht [Bild 7].
Jetzt folgt die Farbe des Modelles. Aber diese wird nicht Deckend aufgetragen sondern in mehreren feinen Schichten. Beginnend mit der innen Fläche, herausarbeitend zum Rand der Partie, die man gerade besprüht. Es wird in Etappen gearbeitet. Am besten ist das Preshading, wenn zum Schluß der Lackierung ein etwas dunklerer Rand zurück bleibt, er sich also vom Rest der Lackierung abhebt [Bild 8]. (al)

Bilder

Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Bild 6
Bild 7
Bild 8

Bearbeiten von Resin

verbogene Bauteile richten

Leider kommt es immer wieder vor, das man bei Resinbausätzen verzogene oder verbogene Bauteile hat (Resin = Zweikomponentengießharz). Das läßt sich leider nicht immer vermeiden, vor allem wenn es längere Teile sind. Wie zum Beispiel Rahmen oder ähnliches. In meinem Fall ist es das Geländer der Pritsche eines AT-T Kettenschleppers. Das besteht aus vier Bauteilen die alle samt verbogen waren. Um diese Bauteile zu richten habe ich folgendes gemacht.

Zuerst einmal das richtige Werkzeug. Da reicht eine Pinzette, ein Pinselstiehl und zwei Drahtstifte mit einem Durchmesser von 1mm. Dann benötigt man noch zwei Schalen, eine für kaltes Wasser und eine für Heißes Wasser. Ich benutze dafür immer zwei Töpfe, die haben so einen schönen ebenen Boden.

Resin ist wie Kunststoff, wenn er erwärmt wird, läßt er sich leicht verformen. Übertreibt man es aber mit der Wärme, kann der Schuß leicht nach hinten losgehen und das Bauteil ist für immer verloren.

Also, mittels eines Wasserkochers wird Wasser erhitzt bis es siedet. Dann werden die Drahtstifte ins Wasser gelegt, als Auflage damit sich das Bauteil entsprechend durchbiegen läßt. Dann folgt das Bauteil. Vorsichtig mit der Pinzette in das heiße Wasser legen und mit dem Pinselstiehl leicht durchbiegen. Man merkt gleich, das Resin durch die Hitze geschmeidiger wird und sich durchbiegen läßt ohne zu zerbrechen. Ist man mit dem Richten fertig, das Bauteil zum abkühlen sofort ins kalte Wasser legen. Das war es auch schon.

Bilder

das Werkzeug
die Biegehilfen
die Biegehilfen mit Bauteil
Bauteil durchbiegen
krumme Bauteile
gerichtete Bauteile

Verarbeiten von Friul Ketten

Im Militärmodellbau hat man eine sehr große Vielzahl von Zurüstteilen. Darunter fallen auch Zinnketten von FriulModel aus Ungarn. Am Beispiel einer T-72 Kette habe ich ein kleines Video Tutorial zusammen gestellt, daß ein kleiner Leitfaden sein soll.
Friul Ketten zeigen sehr relalistisch das durchhängen der Kette durch ihr Eigengewicht und sind deshalb bestens geeignet.
Friul Homepage
[al - 10/2008]

Acrylfarben frisch halten

Wer kennt nicht das Problem das Acrylfarben sehr schnell eintrocknen beim verarbeiten.
Wenn man aber mehrer Sachen mit der gleichen Farbe bemalen möchte, wie zB. Miniaturen von Games Work Shop, kommt man nicht umhin, schnell zu arbeiten. Aber es gibt eine Möglichkeit die Farben vor dem schnellen trocknen zu bewahren.

Mann nimmt sich einen kleinen Teller, ein Unterteller von Tassen reicht, füllt Wasser auf, und legt auf das Wasser ein Blatt Backpapier drauf. Und schon ist das Problem beseitigt. Jetzt hat man genug Zeit, um in aller Ruhe seine Figuren oder ähnliches zu Bemalen.